Nachricht von Bettina via Christine

Da Bettina zur Zeit selber nichts eintragen kann, schicke ich ihre Nachricht weiter:

Hallo Ihr Lieben,

hier gleich vorab, Ich werde in diesem Jahr in Finki diesmal leider nicht dabei sein.

Je mehr der Termin mit Finki näher rückte, desto stärker kamen Gefühle von innerer Abwehr und seltsamer Mulmigkeit und Müdigkeit in mir hoch. Es waren unschöne Erinnerungen an Passau und gleichzeitig war da auch noch zusätzlich eine innere Stimme, die immer wieder sagte, ich sollte diesmal nicht nach Finki fahren. Wie schon so oft, ignorierte ich dieses Gefühl und die Stimmen in mir und wollte und konnte sie auch immer weniger einordnen. Ich suchte die Ursache in meiner angespannten privaten Situation - die Wohnung wird gerade von Grund auf renoviert, nichts bleibt auf seinem alten Platz stehen, ich hatte die großen körperlichen Anstrengungen eindeutig unterschätzt und mich sehr ausgepowert, alles wurde mir in der Zwischenzeit zuviel. Hinzu kam noch, dass meine Eltern mich schon vor langem baten, ihnen beim Umbau ihres Hauses in ein altersgerechtes Heim zu unterstützen, auch das sollte in der zweiten Augusthälfte geschehen. Der Termin für das Ausräumen des Hauses war ausgerechnet zum 2. Wochenende in Finki angesetzt, ich hätte nun sowieso zum letzten Wochenende nach Hause fahren müssen. Es wurde immer seltsamer, als auch noch die Club-of-rites Einladung kam und ich nicht ebenfalls als Absender erwähnt wurde. Ich fühlte mich doch mitverantwortlich, wie auch schon in den letzten Jahren, war ich doch ebenfalls immer in den Planungen mit eingebunden. Das traf mich sehr, alte Wunden brachen auf, dass immer wiederkehrende uralte Thema, mich nicht wirklich zur Klimbimfamilie dazugehörend zu fühlen, brach unvermittelt sehr heftig auf und löste sofort einen intensiven Prozess in mir aus. Als ich dann auch noch meinen Frust und Unverstandenfühlen im neuen Forum Ausdruck geben wollte, klappte auch das nicht, meine Email und mein Passwort wurden nicht angenommen. Nun war mir endlich klar, ?irgendetwas will mich nicht in Finki haben. Ich versuchte meine inneren Widerstände aufzugeben und die neue Situation anzunehmen und es fühlte sich leider immer noch sehr unklar und auch verletzend an.

Nur einige Tage später, rief dann eine meiner besten und langjährigsten Freundinnen Hanni an. Sie war völlig aufgelöst, verheult und kam gerade aus dem Krankenhaus mit einer sehr heftigen Diagnose “ großer Tumor in der Leber - Der Schock saß tief. Sie bat mich um meine Unterstützung. Jetzt erst konnte ich meine heftigen und nebulösen Widerstände in letzter Zeit für Finki endlich einordnen. Es war für mich sofort klar, meiner langjährigsten Freundin intensiv in den nächsten Wochen beizustehen und sie zu unterstützen soweit es mir möglich ist. Der Tumor muss schnellstmöglich raus, die OP wird voraussichtlich nach den noch ausstehenden Magen- und Darmuntersuchungen gleich Anfang nächster Woche erfolgen und dann wissen wir mehr ¦ ¦ ¦ und ¦ ¦ ich hab irgendwie ein gutes Gefühl, die inneren Stimmen sind endlich still geworden!!!!

Meine Lieben, ich wünsch euch eine wunderbare und intensive Zeit in Finki und vor allem einen kraftvollen Feuerlauf ¦ich werde gedanklich bei euch sein und mir bestimmt eine große ?Finki-Gedächnistüte gönnen und mich aufs nächste Jahr in Finki freuen.

Bis bald

Bettina